Gabriel Odor verpasst Medaillenplätze in zwei Disziplinen am Schlusstag der Europameisterschaften knapp
Eisschnelllauf-EM in Polen

“Das Rennen war in Ordnung, meine zweite Runde war definitiv zu langsam, sonst wäre auch noch ein wenig was vom Ergebnis gegangen“, meinte Farthofer, der am Samstag mit seinem sechsten Rang nicht so zufrieden war, zu seinen 1:47.355 Minuten am Schlusstag. Gold über 1.500 Meter ging an den Norweger Peder Kongshaug, der nach seinem Weltmeistertitel vor einem Jahr nun auch Europameister auf dieser Distanz ist.

Hinter dem Polen Vladimir Semirunny, Europameister über 5.000 Meter und dem Niederländer Tim Prins landete Odor auf Rang vier. Im direkten Duell unterlag er um zwei Zehntel Prins, nachdem das Duo über fast alle vier Runden gleichauf lag. “Es ist schade, aber der Lauf war zu fehlerhaft. In zwei Kurven bin ich fast gestürzt und es war ein ziemlicher Kampf bis zum Ende“, bemerkte Odor, der aber angesichts seiner Performance ein gutes Resümee über seine Einzelstrecke zog: “Ich bin erst am Samstag nach Polen geflogen, wollte die Rennen ohne große Erwartungen mitlaufen und habe jetzt fast Medaillen geholt. Das zeigt, dass die Fahrtrichtung für das große Saisonziel, die Olympischen Spiele, stimmt.“
Im Massenstart sprintete der Tiroler dann auf Rang fünf. “Es war kein einfaches Rennen, weil so beinhart um jeden Platz gekämpft wurde. Ich habe mich da rausgehalten, weswegen ich dann aber auch nicht gut positioniert in die Schlussrunde gegangen bin“, fasste er sein Rennen zusammen. Gold ging zum vierten Mal in Folge an den Belgier Bart Swings, der Niederländer Bart Hoolwerf holte sich vor dem Italiener Andrea Giovannini die Silbermedaille.
“Die Plätze vier und fünf sind bei Europameisterschaften schon stark. Natürlich wünscht man sich Medaillen, aber sie gehen auch nicht so leicht von der Hand. Jetzt heißt es den Schwung mit zu den Spielen nach Mailand mitnehmen“, meinte Odor abschließend. Sein Teamkollege Farthofer versuchte sich mit einer frühen Attacke im Massenstart, landete am Ende auf Rang 17. Diese Platzierung gab es auch für Ignaz Gschwentner über 500 Meter. Anna Molnar beendete den Massenstart der Frauen als Elfte.

Ergebnisse:
1.500 Meter Männer:
GOLD: Peder Kongshaug (NOR) 1:46.086 Minuten
SILBER: Vladimir Semirunny (POL) + 0.42
BRONZE: Tim Prins (NED) + 0.53
4. Gabriel Odor (AUT) + 0.74
7. Alexander Farthofer (AUT) + 1.27
Massenstart Männer:
GOLD: Bart Swings (BEL)
SILBER: Bart Hoolwerf (NED)
BRONZE: Andrea Giovannini (ITA)
5. Gabriel Odor (AUT)
17. Alexander Farthofer (AUT)
Massenstart Frauen:
GOLD: Sofia Thorup (DEN)
SILBER: Francesca Lollobrigida (ITA)
BRONZE: Fran Vanhoutte (BEL)
11. Anna Molnar (AUT)
500 Meter Männer:
GOLD: Damian Zurek (POL) 34.527 Sekunden
SILBER: Marek Kania (POL) + 0.30
BRONZE: Björn Magnussen (DEN) + 0.60
17. Ignaz Gschwentner (AUT) + 1.98





















