Letzter Feinschliff für Österreichs Eisschnelllaufteam beim finalen Saisonweltcup im zweiten Wohnzimmer

Vorschau auf den 5. Weltcup in Inzell, GER

In der Max-Aicher-Arena in Inzell in Deutschland, nur unweit der deutsch-österreichischen Grenze, wartet an diesem Wochenende der fünfte und finale Weltcup im Eisschnelllaufen statt. Aus rot-weiß-roter Sicht steht ein Quintett am Start, welches sich vor allem gute Zeiten erhofft, um mit Rückenwind die Reise zu den Olympischen Spielen in Angriff zu nehmen.

Noch fehlt die Bestätigung des Internationalen Verbandes ISU über die endgültige Vergabe der Quotenplätze aus, Österreichs Verband hofft auf mehr als vier Plätze. Mit Ausnahme von Vanessa Herzog, die in ihrer Wahlheimat Kärnten ihre Rückenprobleme auskuriert, stehen somit die jungen Athletinnen und Athleten im Fokus in Inzell.

Sowohl Gabriel Odor, Jeannine Rosner als auch Alexander Farthofer haben sich in die A-Gruppen vorgekämpft und wollen diese Platzierungen verteidigen beim finalen Weltcupstopp, da diese ihnen dann auch den Auftakt in der Topgruppe im kommenden Winter sichern würden. “´Wenn die Bedingungen passen, dann gehört Inzell zu den schnellsten Strecken in Europa. Und noch einmal eine gute Zeit abliefern wäre auf jeden Fall gut für das Selbstvertrauen“, blickte Farthofer zurück, der aktuell im Langstreckenweltcup Zehnter ist, zuletzt bei den Europameisterschaften Sechster über 5.000 Meter wurde.



In dieser Disziplin wird der Bad Häringer am Samstag im Einsatz sein, zuvor warten auf ihn am Freitagabend die 1.500 Meter. Diese sollte er allerdings in der B-Gruppe bestreiten, dafür liegt mit Gabriel Odor ein Österreicher als Weltcupachter in der A-Division. “Ich bin schon zahlreiche Rennen in Inzell gelaufen und ich kenne eigentlich alles in diesem Weltcuport. Es werden sicher einige Fans und Freunde auch vor Ort sein und dementsprechend ist die Freude immer groß auf die Rennen in Inzell“, erklärte der 25-Jährige, der zuletzt bei den Europameisterschaften die Ränge fünf und sechs belegte über 1.500 Meter und im Massenstart.

“Ich will an diesem Wochenende gute Rennen abliefern und auf dem aufbauen, wie es zuletzt lief“, so der junge Tiroler, der nach den Europameisterschaften nach Inzell ging um dort an seiner Olympiaform zu schleifen. Im Gegensatz zu den beiden Männern musste Jeannine Rosner auf die Europameisterschaften verzichten, erkrankte sie zu Beginn des neuen Jahres. Doch die Erkältung ist ausgestanden und die vierfache Junioren-Weltmeisterin freut sich auf den “halben Heimweltcup“: “Ich habe bislang nur gute Erinnerungen in Inzell gesammelt, aber ich bin auch etwas nervös, vor allem vor dem A-Gruppen-Start über 3.000 Meter“, meinte die 19-Jährige.

“Der Fokus liegt klar auf den Olympischen Spielen, aber natürlich willst du gute Ergebnisse auch schon jetzt laufen. Wirkliche Ziele habe ich mir nicht gesetzt, ich hoffe einfach auf gute Rennen und dann sehe ich, wo ich stehe“, meinte Rosner.



Auch Sprinter Ignaz Gschwentner und Langstrecken-Spezialistin Anna Molnar werden in Inzell im Weltcup im Einsatz sein. Das Duo nahm zuletzt auch an den Europameisterschaften teil.

Programm 5. Saisonweltcup in Inzell:
Freitag:

500 Meter Frauen
500 Meter Männer
1.500 Meter Frauen
1.500 Meter Männer


Samstag:

1.000 Meter Frauen
1.000 Meter Männer
3.000 Meter Frauen
5.000 Meter Männer


Sonntag:
500 Meter Frauen
500 Meter Männer
Massenstart Frauen
Massenstart Männer
Teamsprint Frauen
Teamsprint Männer

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