Großer Auftakt in die Eisschnelllauf-Saison in Salt Lake City

1. Eisschnelllauf-Weltcup in Salt Lake City

Am kommenden Wochenende wartet im Utah Olympic Oval der erste Eisschnelllauf-Weltcup der Saison, der gleichzeitig der Beginn der Olympiaqualifikation für die Spiele 2026 in Mailand sein wird. Mit Vanessa Herzog, Jeannine Rosner, Anna Molnar sowie Ignaz Gschwentner, Gabriel Odor und Alexander Farthofer stehen jeweils drei Athletinnen und Athleten aus Österreich am Start, die vor allem auf schnelle Zeiten in der Olympiahalle von 2002 hoffen.

Speziell die Höhenlage auf 1.425 Metern in Kearns in Utah sorgt immer wieder für schnelle Zeiten, gemeinsam mit Calgary, wo der zweite Saisonweltcup dann folgt, gilt das Utah Olympic Oval als eine der schnellsten Bahnen der Welt. Und schnelle Zeiten können auch im Hinblick auf die Olympiaqualifikation eine wichtige Rolle spielen. Denn neben den Weltcupergebnissen werden auch die schnellsten Zeiten der Weltcupsaison für die Mailand-Startplätze in Betracht gezogen.

Rund ein Drittel der Quotenplätze werden, bis auf die Ausnahme des Massenstarts, über die Zeiten besetzt, der Rest über die Weltcuppunkte. “Die Qualifikation für Olympia ist das große Ziel. Es braucht schnelle Zeiten in Nordamerika, auch damit ich mich in die A-Gruppe vorarbeiten kann“, erzählte Gabriel Odor, der in der Vorbereitung schon die Österreichischen Rekorde über 1.000 Meter und 1.500 Meter verbessern konnte. Hier will er in Salt Lake City noch einmal nachlegen: “Ich fühle mich gut und bin bereit für den Auftakt.“


Das ist sicherlich auch Alexander Farthofer, der in der Vorbereitung sogar drei Österreichische Rekorde verbessern konnte, auf den Langdistanzen über 3.000, 5.000 und 10.000 Metern. Dort ist das Rennen um die Olympiatickets noch einmal enger, gibt es nur 20 Startplätze über 5.000 und nur 12 über 10.000 Meter.


“Die Motivation ist groß vor den ersten Rennen und ich kann es kaum erwarten. Wir haben jetzt in den letzten Wochen noch einmal intensiv trainiert in Salt Lake City. Spezielle Ziele und Ergebnisse habe ich mir nicht gesetzt, aber ich will definitiv bei den Zeiten noch drauflegen“, blickte der Wörgler voraus, der durchaus auch seine Chancen auf die Olympiaqualifikation hat. Das rot-weiß-rote Männerduo komplettiert Ignaz Gschwentner, der in Salt Lake City in den beiden Rennen über 500 Meter seinen Österreichischen Rekord verbessern will, den er im Januar 2024 aufstellte. Dieser ist mittlerweile die älteste heimische Bestmarke bei den Männern auf der Einzelstrecke. Über 1.000, 1.500 Meter und im Massenstart nehmen Farthofer und Odor teil, Farthofer absolviert dann zusätzlich noch die 5.000 Meter.

Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Team bereitete sich Vanessa Herzog auf den Weltcupauftakt vor. Auch wenn die Zeiten in der Vorbereitungswettkämpfen noch nicht ideal waren, gibt sich die 30-Jährige, die sich zum vierten Mal für Olympische Winterspiele qualifizieren kann, optimistisch. “In den Trainings mit dem US-Team läuft es gut und ich bin immer unter den Schnellsten. Jetzt gilt es die Leistungen im Training im Rennen umzusetzen. Der Fokus liegt voll auf der Olympiaqualifikation und daher gilt es schnelle Zeiten in Salt Lake City und in Calgary zu laufen“, so Österreichs Sportlerin des Jahres von 2019. Herzog peilt vier Starts am ersten Wochenende ab mit den beiden Läufen über 500 Meter sowie den Rennen über 1.000 und 1.500 Metern.

Für gleich sechs Bewerbe hat Jeannine Rosner gemeldet. Die vierfache Junioren-Weltmeisterin hat im Vorjahr ihre ersten Weltcuperfahrungen gesammelt, wurde Neunte bei den Allround-Europameisterschaften in Heerenveen und ist die zukünftige Hoffnung, vor allem auf den längeren Distanzen. “Die Trainings liefen gut und auch die Rennen vor den Wettkämpfen. Natürlich ist die Qualifikation für Mailand der große Traum, wie realistisch dieser ist, werden aber die ersten Rennen zeigen“, so die 19-Jährige.

Ein spezielles Comeback gibt Anna Molnar in Salt Lake City. Im Sommer hat sich die 24-Jährige einen Knöchelbruch beim Inline-Skaten zugezogen und steht fünf Monate später schon wieder am Eis. “Es war keine leichte Zeit und ich hatte oft Zweifel, ob ich wieder richtig zurückkommen kann. Der Knöchel ist auch jetzt noch nicht bei 100 Prozent, aber das Vertrauen wächst von Tag zu Tag. Es fühlt sich etwas surreal an und wie ein kleines Wunder, dass ich nun schon wieder mit dabei bin. Die Freude ist groß, auch wenn noch nicht alles perfekt ist“, berichtete die junge Österreicherin, die in dieser Saison sogar schon eine persönliche Bestleistung, über 1.500 Meter, erzielen konnte. Beim ersten Weltcup ist sie über 3.000 Meter und im Massenstart im Einsatz.

Programm:

Freitag, 14. November 2025:
3.000 Meter Frauen
5.000 Meter Männer
1.000 Meter Frauen
1.000 Meter Männer


Samstag, 15. November 2025:
500 Meter Frauen (1)
500 Meter Männer (1)
1.500 Meter Frauen
1.500 Meter Männer


Sonntag, 16. November 2025:
Teamverfolgung Frauen
Teamverfolgung Männer
500 Meter Frauen (2)
500 Meter Männer (2)
Massenstart Frauen
Massenstart Männer

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Mit dem großen Finale, der zwei letzten Bewerbe der Allround-Weltmeisterschaften, endete für Österreichs Eisschnellläufer am Sonntag die internationale Saison mit den Plätzen elf für Gabriel Odor und 15 für Jeannine Rosner. Für den 25-Jährigen aus Grinzens reichte ein achter Platz über 1.500 Meter nicht mehr aus, um noch in die Top Ten der Gesamtwertung vorzustoßen und auch die erst 19-jährige Rumerin Jeannine Rosner verbesserte sich am Schlusstag vom Gesamtergebnis nicht mehr. Sowohl der Titel bei den Frauen als auch bei den Männern ging an Norwegen mit Ragne Wiklund und Sander Eitrem. "Ich habe gehofft, es ginge heute noch etwas besser. Der Lauf war aber einfach nicht so rund", meinte Odor, der über die 1.500 Meter Rang acht belegte. Da nur die besten Acht der Gesamtwertung nach drei Distanzen die abschließenden 10.000 Meter bestreiten, war für den Tiroler damit der Wettkampf beendet. "Der Finaleinzug war doch weiter weg, aber zwei Plätze hätte ich sicher noch gutmachen können. Es sind meine zweiten Allround-Weltmeisterschaften und der elfte Platz ist gut. Er gehört zu den vielen guten Resultaten dieser Saison", ergänzte Odor. Auch seine junge Teamkollegin Rosner hat schon einige Einsätze hinter sich gebracht, angefangen von den Weltcups über die Olympischen Spiele, zuletzt die Junioren-Weltmeisterschaften mit vier Medaillen, ehe nun der Abschluss bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften wartete. Nach einem Sturz am ersten Tag präsentierte sie sich vor allem auf der Langstrecke toll mit Rang acht über 3.000 Meter, konnte sich aber über 1.500 Meter nicht wirklich mehr verbessern. "Das waren heute so die letzten Kräfte, die ich noch mobilisieren konnte. Grundsätzlich sollte die Strecke sicher besser gehen, aber nach der langen Saison ist das heute okay", meinte Rosner.
von Peter Maurer 7. März 2026
Zum Abschluss der Eisschnelllauf-Saison stehen an diesem Wochenende die Mehrkampf-Weltmeisterschaften in Heerenveen in den Niederlanden statt. Ignaz Gschwentner belegte zum Auftakt Rang 23 im Sprint der Männer und in den Allround-Vierkämpfen der Frauen und Männer haben Jeannine Rosner und Gabriel Odor noch Chancen auf
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Mit vier Medaillen, eine in Gold, zwei in Silber und einer in Bronze, endeten für Jeannine Rosner die letzten Weltmeisterschaften bei den Juniorinnen mehr als erfolgreich. Für die 19-Jährige, die bei den Olympischen Spielen Achte im Massenstart wurde, ist die Saison aber noch nicht beendet. Mit den Mehrkampf-Weltmeiste
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Nachdem sie am Freitag sich über die 1.500 Meter die Silbermedaille bei den U19-Weltmeisterschaften im Eisschnelllauf sichern konnte, ließ die 19-jährige Tirolerin Jeannine Rosner am zweiten Tag drei weitere Medaillen folgen. Über 1.000 Meter wurde sie Dritte und über 3.000 Meter gewann sie Gold.
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