Gabriel Odor und Alexander Farthofer landen auf den Plätzen 10 und 11 beim Weltcup in Heerenveen
3. Eisschnelllauf-Weltcup in Heerenveen, NED

“Unter den besten Zehn der Welt im Thialf zu landen ist schon sehr geil“, strahlte Odor nach dem Wettkampf. Weniger als drei Zehntel fehlten ihm dabei sogar auf die Top fünf, obwohl er nach dem Fehlstart seines direkten Laufkontrahenten aus Japan ein zweites Mal zur Startlinie musste. “Das war sicher nicht hilfreich, auch nicht, dass der Japaner dann keinen guten Lauf erwischte und ich somit von ihm keinen Windschatten auf der letzten Gegengerade mehr bekam. Dennoch kann ich sehr zufrieden sein“, resümierte Odor.

Sein Teamkollege aus Bad Häring war 36 Hundertstel langsamer als er und befand auch, dass er nicht das Maximum rausholen konnte aus seinem Premierenstart in der Topgruppe des Weltcups im Eisschnelllaufoval von Heerenveen: “Ich habe stark angefangen, aber hinten raus auch stark nachgelassen. Zwei der vier Runden waren echt gut und das Ergebnis passt auch, aber ich hätte gerne noch ein wenig mehr rausgeholt.“
Mit den guten Läufen von Heerenveen sollte das Duo nun über 1.500 Meter für die Olympischen Spiele qualifiziert sein vor, auch wenn es die Ergebnisse des vierten Stopps in Polen am kommenden Wochenende abzuwarten gilt. Auf Farthofer wartet am Samstag nun die längste Distanz, die 10.000 Meter. 25 lange Runden gilt es am Samstag im Thialf-Eisstadion abzuspulen, nur die drei Zeitschnellsten bekommen ein Olympiaticket neben den neun bestplatzierten Athleten im Langstrecken-Weltcup.
Farthofer ist aktuell Zehnter, braucht deswegen einen guten Zehner in Heerenveen am Samstag um sich auch dort für Mailand qualifizieren zu können. “Das ist sicherlich mein Highlight an diesem Wochenende, darauf habe ich mich gut vorbereitet und ich bin sehr optimistisch. Außerdem habe ich auch nichts zu verlieren“, so der Bad Häringer.

Bei den Frauen stand mit den 5.000 Metern die längste Distanz im Eisschnelllauf schon am Freitag am Programm. Jeannine Rosner landete auf Rang 14 der Division B mit einer Zeit von 7:06.63 Minuten, womit sie die bestehende nationale Bestmarke, gehalten von Anna Rokita aus dem Jahr 2007 um fünf Sekunden unterbot. “Die Zeit ist gut, aber ich bin enttäuscht, wie ich gelaufen bin. Leider haben die Beine schon früh zugemacht und bin deshalb von meiner Performance nicht überzeugt. Bis Sonntag war ich zwar noch krank, aber das hätte besser gehen müssen“, schilderte die vierfache Junioren-Weltmeisterin des Vorjahres. Anna Molnar belegte Rang 29 mit einer neuen persönlichen Bestleistung.

Vanessa Herzog erreichte über 1.000 Meter in der Division A den 18. Rang. Im direkten Duell mit der späteren Zweitplatzierten Miho Takagi aus Japan benötigte die 30-Jährige 1:17.20 Minuten für die zweieinhalb Runden. Der Sieg ging an Lokalmatadorin Jutta Leerdam.

Ergebnisse:
1.500 Meter Männer, Division A:
1. Jordan Stolz (USA) 1:42.55 Minuten
2. Kjeld Nuis (NED) + 0.76
3. Zhongyan Ning (CHN) + 1.32
10. Gabriel Odor (AUT) + 2.54
11. Alexander Farthofer (AUT) + 2.90
1.000 Meter Frauen, Division A:
1. Jutta Leerdam (NED) 1:14.17 Minuten
2. Miho Takagi (JPN) + 0.12
3. Femke Kok (NED) + 0.29
18. Vanessa Herzog (AUT) + 3.03
5.000 Meter Frauen, Division B:
1. Sanne In't Hof (NED) 6:47.65 Minuten
2. Marijke Groenewoud (NED) + 2.59
3. Maira Jasch (GER) + 5.49
14. Jeannine Rosner (AUT) + 18.98
29. Anna Molnar (AUT) + 32.89
Text: Peter Maurer / Fotos: Andreas Gänsluckner




















