Der Österreichische Eisschnelllaufsport trauert um Kurt Eminger (1935 - 2026)
Kurt Eminger (1935 - 2026)

Nur wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag ist Kurt Leopold Eminger-Jakob in seiner Wahlheimat Schweiz verstorben. Mit seiner Freundlichkeit und sportlichen Einstellung prägte er über einige Jahrzehnte den heimischen Eisschnelllaufsport. Aus einer Eisschnelllauf-begeisterten Familie in Wien stammend, gehörte er in den 50er Jahren zu Österreichs besten Athleten und kehrte Ende der 70er Jahre noch einmal zurück mit seinen Söhnen Christian und Roman auf die Bahn und war für viele der damaligen Aktiven ein väterlicher Freund und eine Inspiration.
Kurt vertrat Österreich bei den Olympischen Spielen 1956 in Cortina d'Ampezzo, stand bei zahlreichen Welt- und Europameisterschaften, die damals ausschließlich im Allround-Modus ausgefahren wurden, am Start. Unvergessen sind seine Schilderungen seiner Teilnahme bei den Weltmeisterschaften in Moskau, wo er vor 50.000 Zusehern das damals noch von den Alliierten besetzte Österreich im Sport international vertrat.
Gemeinsam mit seinen Brüdern erlernte Kurt den Eisschnelllaufsport am Wiener Heumarkt. Wie eng er mit dem Sport verbunden blieb, zeigte sich daran, als er mit seinen Söhnen alljährlich nach Innsbruck zu den Österreichischen Staatsmeisterschaften reiste, an denen er als auch Christian und Roman teilnahmen. Für mehr als eine Woche zog die Familie ins Landessportheim, verbrachte dort die Weihnachtsfeiertage, mit mitgebrachtem Christbaum.
Aufgewachsen im Wiener Eislauf-Verein eroberte er zahlreiche Meisterschaftsmedaillen. Später startete er mit seinen Söhnen für den UEC Innsbruck, womit Kurt für die wohl zwei bekanntesten Clubs im heimischen Eisschnelllauf aktiv war.
Unser Mitgefühl und Anteilnahme gilt seiner Frau Ingrid und seinen Söhnen Roman und Christian. Mit Kurt hat der heimische Eisschnelllaufsport einen Menschen verloren, der immer für den Sport gelebt hat und die Passion und Faszination auch gerne mit anderen geteilt hat.




















