Jeannine Rosner holt bei Österreichischen Meisterschaften volle Goldsammlung, Alexander Farthofer holt sich am Schlusstag beide Einzeldistanzen und den Allround-Titel

Österreichische Meisterschaften in Innsbruck

Acht Bewerbe standen für Jeannine Rosner an diesem Wochenende bei den Österreichischen Meisterschaften im Eisschnelllaufen am Programm und alle endeten mit Gold für die 18-jährige Tirolerin. Am Schlusstag sicherte sie sich noch die Titel über 1.000 und 5.000 Meter bei den Frauen sowie die Vierkampf-Allroundwertung mit einem neuen Bahnrekord. Auch bei den Männer fiel der Bahnrekord im Vierkampf. Sowohl Alexander Farthofer als auch Gabriel Odor unterboten die bisherige Bestmarke und lieferten sich ein spannendes Duell über die abschließenden 10.000 Meter. Erst in den letzten Runden riss Farthofer die entscheidende Lücke auf und gewann so Gold über 10.000 Meter als auch in der Allroundwertung.

Zwölf Sekunden trennten die beiden Tiroler vor den 25 Stadionrunden und einen großen Teil der letzten Distanz absolvierten sie im Gleichschritt. Erst in den letzten Runden entschied sich das spannende Duell um Gold im Vierkampf, als sich Farthofer Meter für Meter von seinen Kontrahenten absetzen konnte und seinen Rückstand aus den ersten drei Bewerben noch wettmachen konnte. Damit holte sich der Athlet vom SC Latella Wörgl nicht nur die Goldmedaille über 10.000 Meter, sondern auch in der Vierkampfwertung. In dieser unterboten er als auch Odor die bisherige Bestleistung am Innsbrucker Außeneisring von Linus Heidegger, die der Olympiateilnehmer von Pyeongchang 2021 in Innsbruck aufstellte.

Bronze im Vierkampf ging an Julian Zimmerling. Der Junior holte am Schlusstag gleich drei Mal Bronze, denn auch über 1.000 Meter wurde er Dritter hinter Alexander Farthofer, der auf dieser Distanz Sprinter Ignaz Gschwentner bezwang. "Ich hatte in den vergangenen Monaten ein wenig mit meiner Gesundheit zu kämpfen, deswegen habe ich vor den Meisterschaften mit keiner Goldenen wirklich spekuliert. Das die Form jetzt so gut ist freut mich natürlich, kam aber auch ein wenig überraschend", berichtete der 19-Jährige, der aus Bad Häring stammt.

Bei den Frauen blieben die Positionen am Podium über das ganze Meisterschaftswochenende einzementiert. Rosner holte sich alle fünf Einzelstrecken sowie die Titel im Massenstart, der Teamverfolgung und in der Allround-Wertung, wo sie knapp den Bahnrekord von Anna Rokita unterbot, nachdem sie im abschließenden 5.000-Meter-Lauf eine zeitliche Punktladung erzielte und um einen halben Zehntelpunkt die bisherige Bestmarke im Innsbruck Oval verbesserte.

"Ich glaube mich acht Goldmedaillen kann man nicht unzufrieden sein", grinste die 18-Jährige, die am Sonntag erneut die Burgenländerin Katharina Mezgolits auf den Silber- und ihre jüngere Schwester Sarah Rosner auf den Bronzerang verwies. "Vor allem bin ich auch sehr zufrieden mit meinen Zeiten", fügte sie an. In einem Monat wartet dann das Weltcupfinale der Juniorinnen auf die Innsbruckerin in Klobenstein. Auf dem Außeneisring in Italien folgen dann auch eine Woche später die Weltmeisterschaften dieser Altersklasse: "Jetzt heißt es bis dort noch gut trainieren, die starke Form halten und vor allem gesund bleiben."

Ergebnisse Tag 3:
1.000 Meter Frauen:
GOLD: Jeannine Rosner (USCI Innsbruck) 1:22.45 Minuten
SILBER: Katharina Mezgolits (STU Eisenstadt) 1:27.90
BRONZE: Sarah Rosner (USCI Innsbruck) + 1:28.73


1.000 Meter Männer:
GOLD: Alexander Farthofer (SC Latella Wörgl) 1:13.45 Minuten
SILBER: Ignaz Gschwentner (USCI Innsbruck) 1:16.88
BRONZE: Julian Zimmerling (USCI Innsbruck) 1:17.57


5.000 Meter Frauen:
GOLD: Jeannine Rosner (USCI Innsbruck) 7:54.13 Minuten
SILBER: Katharina Mezgolits (STU Eisenstadt) 8:26.63
BRONZE: Sarah Rosner (USCI Innsbruck) 8:46.64


10.000 Meter Männer:
GOLD: Alexander Farthofer (SC Latella Wörgl) 14:16.94 Minuten
SILBER: Gabriel Odor (USCI Innsbruck) 14:39.69
BRONZE: Julian Zimmerling (USCI Innsbruck) 16:37.25


Allround-Vierkampf Frauen:
GOLD: Jeannine Rosner (USCI Innsbruck) 176.991 Punkte *
SILBER: Katharina Mezgolits (STU Eisenstadt) 188.532
BRONZE: Sarah Rosner (USCI Innsbruck) 193.743

Allround-Vierkampf Männer:
GOLD: Alexander Farthofer (SC Latella Wörgl) 159.481 Punkte *
SILBER: Gabriel Odor (USCI Innsbruck) 159.992
BRONZE: Julian Zimmerling (USCI Innsbruck) 177.693


* Neuer Vierkampf-Bahnrekord in Innsbruck

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Mit dem großen Finale, der zwei letzten Bewerbe der Allround-Weltmeisterschaften, endete für Österreichs Eisschnellläufer am Sonntag die internationale Saison mit den Plätzen elf für Gabriel Odor und 15 für Jeannine Rosner. Für den 25-Jährigen aus Grinzens reichte ein achter Platz über 1.500 Meter nicht mehr aus, um noch in die Top Ten der Gesamtwertung vorzustoßen und auch die erst 19-jährige Rumerin Jeannine Rosner verbesserte sich am Schlusstag vom Gesamtergebnis nicht mehr. Sowohl der Titel bei den Frauen als auch bei den Männern ging an Norwegen mit Ragne Wiklund und Sander Eitrem. "Ich habe gehofft, es ginge heute noch etwas besser. Der Lauf war aber einfach nicht so rund", meinte Odor, der über die 1.500 Meter Rang acht belegte. Da nur die besten Acht der Gesamtwertung nach drei Distanzen die abschließenden 10.000 Meter bestreiten, war für den Tiroler damit der Wettkampf beendet. "Der Finaleinzug war doch weiter weg, aber zwei Plätze hätte ich sicher noch gutmachen können. Es sind meine zweiten Allround-Weltmeisterschaften und der elfte Platz ist gut. Er gehört zu den vielen guten Resultaten dieser Saison", ergänzte Odor. Auch seine junge Teamkollegin Rosner hat schon einige Einsätze hinter sich gebracht, angefangen von den Weltcups über die Olympischen Spiele, zuletzt die Junioren-Weltmeisterschaften mit vier Medaillen, ehe nun der Abschluss bei den Mehrkampf-Weltmeisterschaften wartete. Nach einem Sturz am ersten Tag präsentierte sie sich vor allem auf der Langstrecke toll mit Rang acht über 3.000 Meter, konnte sich aber über 1.500 Meter nicht wirklich mehr verbessern. "Das waren heute so die letzten Kräfte, die ich noch mobilisieren konnte. Grundsätzlich sollte die Strecke sicher besser gehen, aber nach der langen Saison ist das heute okay", meinte Rosner.
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